Wie ich meinen eigenen Reality Check erstelle

1. Zielgruppe und Zielsetzung

Was wollen Sie erreichen - und für wen? Definieren Sie die Zielgruppe (z. B. Studenten, Auszubildende, junge Erwachsene) und formulieren Sie klare Lernziele. Verwenden Sie dazu die SMART-Methode:

  • Spezifisch: Was genau sollen die Teilnehmer lernen?
  • Messbar: Wie kann der Fortschritt gemessen werden?
  • Erreichbar: Ist das Ziel realistisch?
  • Relevant: Passt es zur Lebenswelt der jungen Menschen?
  • Terminiert: In welchem Zeitrahmen soll das Ziel erreicht werden?

 

2. Bedarfsanalyse

Welche Branchen und Berufe bieten echte Perspektiven? Erkunden Sie die lokale, regionale oder nationale Entwicklung des Arbeitsmarktes und passen Sie Ihren Reality Check darauf an. Es ist sinnvoll, insbesondere die folgenden Punkte zu berücksichtigen:

  • Berufe mit Zukunft und regionalem Bedarf
  • Sektoren mit einem Mangel an jungen Talenten
  • Interessen der Zielgruppe

Tipp: Stimmen Sie die Analyse mit regionalen Arbeitsagenturen, Kammern oder Unternehmen ab.

 

3. Aufbau eines regionalen Netzwerks

Kein Realitätscheck ohne Netzwerk! Beziehen Sie lokale Partner ein, z.B:

  • Unternehmen, die Praktika oder Berufserfahrungsprogramme anbieten
  • Berufsschulen oder überbetriebliche Ausbildungsstätten
  • Kammern, Innungen, öffentliche Arbeitsverwaltung
  • Organisationen zur Unterstützung der Jugendbeschäftigung

Nutzen Sie unser Handbuch für praktische Tipps zur Vernetzung (www.discoveryourtalent.eu/manual)

 

4. Klärung von Fähigkeiten und Berufsberatung

Gut begleitet zum "Aha"-Erlebnis. Integrieren Sie Berufsberater, die z. B.:

  • Orientierungsgespräche mit jungen Menschen führen
  • Durchführung von Eignungstests und Ermittlung ihrer Stärken und Interessen
  • Unterstützung bei der Suche nach Unternehmen oder Einrichtungen

Dies erhöht die Passgenauigkeit und die Wirkung des Reality Checks.

 

5. Inspiration durch bestehende Praktiken

Die beste Praxis macht den Unterschied. Lassen Sie sich inspirieren - aber gestalten Sie Ihren Weg. Achten Sie auf dies:

  • Ansprache von Zielgruppen: Wie werden junge Menschen einbezogen?
  • Prozessstrukturen: Welche Formate (Workshops, Praktika, etc.) funktionieren gut?
  • Kooperationen: Welche Partner sind beteiligt und wie ist die Zusammenarbeit organisiert?
  • Lernziele: Welche Kompetenzen und Erkenntnisse werden gefördert?

Bewährte Verfahren können Ihnen helfen, Ihre Ideen weiterzuentwickeln, bewährte Elemente zu übernehmen oder bewusst neue Wege zu gehen. Erforderlich: Jeder Reality Check sollte an die lokale Realität, Zielgruppe und Umsetzungsbedingungen angepasst werden.

 

6. Verwirklichung & Reflexion

Der Kern des Reality Check. Beziehen Sie ihn immer in Ihre Planung ein:

  • Orientierungsphase: Gespräche, Tests, Vorbereitung
  • Praktische Erfahrung: Betrieb, Berufsschule, Projekttage usw.
  • Reflexionsphase: Gruppendiskussionen oder Feedback-Runden

Geben Sie den Teilnehmern die Möglichkeit, über ihre Erfahrungen zu sprechen, über das Gelernte zu reflektieren und berufliche Schlussfolgerungen zu ziehen.

 

7. Bewertung und Feedback

Was haben wir erreicht? Beenden Sie jeden Reality Check mit einer kurzen Umfrage (z. B. Online-Umfrage oder moderiertes Feedback):

  • Wurden die Lernziele erreicht?
  • Wie fanden die jungen Leute die Erfahrung?
  • Was könnte verbessert werden?

Das sichert die Qualität und gibt wichtige Impulse für die weitere Entwicklung.

 

8. Übertragung und Stabilisierung

Nutzen Sie die Erfahrungen aus Ihrem Realitätscheck, um ihn zu einem festen Bestandteil Ihrer pädagogischen Arbeit zu machen.

  • Dokumentieren Sie bewährte Verfahren und Formate, damit Kollegen sie wiederholen oder übernehmen können.
  • Teilen Sie Ihre Ergebnisse und Erkenntnisse mit Ihren Kollegen, in Ihrem Netzwerk oder auf Veranstaltungen.
  • Etablieren Sie eine Routine, z. B. indem Sie sie jährlich durchführen oder in bestehende Programme einbinden.

So wird aus einem einmaligen Projekt ein nachhaltiger Lernimpuls - mit einer Wirkung, die über den Moment hinausgeht.