Jobs aus der Box - MINI MINT

MINI-MINT ist ein praxisnahes RealityCheck-Format für Grundschulen (6-10 Jahre). Einfache Experimente aus den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik werden mit authentischen Beispielen aus Unternehmen kombiniert. Kinder erforschen Phänomene, führen kleine Experimente durch und erfahren direkt von Unternehmensvertretern, warum Mathematik und Naturwissenschaften im Berufsalltag relevant sind. Dieser spielerische und niedrigschwellige Ansatz hilft, die Frage “Warum lerne ich das?” schon früh zu beantworten.

Im Einklang mit der regionalen MINT-Strategie der Obersteiermark Ost wurde im Rahmen des RealityChecks eine zusätzliche Box entwickelt und getestet. Im Gegensatz zu den traditionellen sektoralen Ansätzen ermöglicht diese Box den Schülerinnen und Schülern, Berufe aus allen MINT-Bereichen - Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik - auf praktische und interdisziplinäre Weise zu erleben.

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des Schulunterrichts als Teil des fächerübergreifenden Fachs “Bildung, Berufs- und Lebensorientierung” und gehört somit sowohl zum formalen Lehrplan als auch zum nicht-formalen Lernkontext.

MINI-MINT ist ein praxisnaher RealityCheck für Grundschulen (6-10 Jahre), der einfache MINT-Experimente mit authentischen Einblicken aus Unternehmen verbindet. Die Kinder führen in kleinen Gruppen spielerische Experimente durch und entdecken alltägliche Phänomene wie Messen, Vergleichen oder das Erkennen von Mustern. Unternehmensvertreter erklären in altersgerechter Sprache, wie diese Fähigkeiten in ihren Berufen eingesetzt werden, und beantworten die Schlüsselfrage “Warum lerne ich das?”. Die Methode läuft nach folgendem Schema ab Erfahrung - Erklärung - ReflexionSchülerinnen und Schüler erkunden Phänomene, erhalten kurze professionelle Beispiele und reflektieren gemeinsam mit den Lehrkräften das Gelernte. Das Format ist leicht umsetzbar, erfordert nur einfache Materialien und ist eingebettet in das fächerübergreifende Fach “Bildung, Berufs- und Lebensorientierung”. Es verbindet somit formale Lehrplanziele mit nicht-formalen Lernimpulsen und schlägt frühzeitig eine Brücke zwischen schulischem Wissen und der Arbeitswelt.

Lernergebnisse

Zusätzliche Lernergebnisse

Sie fördern die Neugier auf MINT, verknüpfen Schulfächer mit realen Anwendungen, stärken Kreativität und Teamarbeit und helfen Kindern, die Frage “Warum lerne ich das?” altersgerecht zu beantworten.

Umsetzung

Schritt für Schritt

  • Schritt 1: Koordinierung zwischen Schule, Organisator und Unternehmen in Bezug auf Ziele, Zeitrahmen, Sicherheit und Elterninformation.
  • Schritt 2: Co-Design mit Unternehmen - Auswahl von 2-4 einfachen Experimenten und berufsbezogenen Beispielen.
  • Schritt 3: Vorbereitung der Lehrer - Verknüpfung mit dem Lehrplan, Erklärung des Prozesses für die Schüler in klarer Sprache.
  • Schritt 4: Einrichten der Lernumgebung - Experimentierstationen mit einfachen Sicherheitskontrollen.
  • Schritt 5: Umsetzung - Kinder erkunden Stationen, Mitarbeiter des Unternehmens geben Einblicke in den Beruf.
  • Schritt 6: Reflexion - Diskussion im Plenum: Was haben wir gesehen? Wo ist Mathematik/Naturwissenschaften in den Berufen?
  • Schritt 7: Nachbereitung - Feedback von Kindern, Lehrern, Unternehmen; kleine Mitbringsel (z. B. Zertifikate); Ideen für die nächste Runde.

Beteiligte Berufe

Die betroffenen Berufe repräsentieren ein breites Spektrum von MINT-Bereichen (Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen, Mathematik). Typische Beispiele sind Ingenieure, Techniker, IT-Spezialisten, Produktionsarbeiter oder Labormitarbeiter. Sie erklären den Kindern in einfacher und altersgerechter Sprache, wie Mathematik und Naturwissenschaften bei ihrer täglichen Arbeit angewendet werden - zum Beispiel beim Messen, Vergleichen, Erkennen von Mustern oder Lösen von praktischen Problemen.

Darüber hinaus spielen NRO und Netzwerkorganisationen eine unterstützende Rolle. Sie vertreten keine einzelnen Berufe, sondern tragen mit pädagogischem Fachwissen, organisatorischer Unterstützung und der Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen bei.

Vorbereitung und Nachbereitung

Zur Vorbereitung gehören die frühzeitige Abstimmung mit Schulen und Unternehmen, die Klärung von Sicherheits- und Organisationsfragen sowie die Auswahl einfacher MINT-Experimente mit anschaulichen berufsbezogenen Beispielen. Die Lehrkräfte erhalten kurze Handreichungen und integrieren MINI-MINT in den Lehrplan, während die Eltern informiert werden, um die Reflexion zu Hause zu unterstützen. Der Klassenraum wird mit Stationen und Basismaterialien vorbereitet, um eine reibungslose Durchführung zu gewährleisten.

Die Nachbereitung besteht aus einer gemeinsamen Reflexion in der Klasse, der Verknüpfung der Experimente mit dem Alltag und den Berufen sowie kurzen Mitbringseln (z. B. Forscherzertifikate) zur Stärkung der Motivation. Es werden Rückmeldungen von Schülern, Lehrern und Unternehmen eingeholt, um zukünftige Ausgaben zu verbessern. Optionale Aktivitäten wie Fotostorys, Wiederholungssitzungen oder kurze Infokarten für Eltern tragen dazu bei, das Lernen zu unterstützen und Kontinuität zu gewährleisten.

Bewertung

Die Bewertung erfolgt mit einfachen, kindgerechten Methoden sowie mit strukturiertem Feedback von Lehrern und Unternehmen. Die Kinder drücken ihre Meinung direkt aus, indem sie z. B. bunte Aufkleber auf einer Bewertungsskala (0-100 %) anbringen, um zu zeigen, wie sehr ihnen die Aktivität gefallen hat. Diese visuelle Methode ist altersgerecht und einfach zu implementieren. Darüber hinaus geben die Lehrkräfte schriftliche Rückmeldungen über die Integration in den Lehrplan, den Vorbereitungsaufwand und die Lerneffekte. Unternehmensvertreter reflektieren die Anschaulichkeit und Eignung ihrer professionellen Beispiele. Die Ergebnisse werden dokumentiert und zur Verbesserung künftiger Ausgaben genutzt. Die Kombination aus spielerischem Feedback für Schüler und strukturierter Evaluation für Erwachsene stellt sicher, dass sowohl Lerneffekte als auch organisatorische Aspekte abgedeckt werden und ein nachhaltiges und wiederholbares Format entsteht.

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