Jobs aus der Box - MINT Boxen

Der RealityCheck “Jobs out of the Box - MINT Boxen” bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II (15-19 Jahre) die Möglichkeit, typische berufliche Tätigkeiten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik praxisnah zu erleben. Unternehmen stellen authentische Aufgaben aus ihrem Arbeitsalltag zur Verfügung, die die Schülerinnen und Schüler in Gruppen an Stationen im Klassenzimmer lösen. Die Methode folgt der Reihenfolge Praxis - Reflexion - BerufsorientierungDie TeilnehmerInnen werden in die Lage versetzt, nach der Erledigung praktischer Aufgaben ihre beruflichen Erfahrungen mit UnternehmerInnen aus der Region zu teilen und darüber zu diskutieren und zu reflektieren. Im Einklang mit der MINT-Strategie der Obersteiermark Ost schafft das Format eine starke Verbindung zwischen schulischem Lernen, regionalen Unternehmen und zukünftigen Berufswegen und macht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt greifbar.

Der RealityCheck “Jobs out of the Box - MINT-Boxen” verbindet praxisnahe Aufgaben aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik mit direkten Einblicken aus Unternehmen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen an authentischen Aufgaben, die von regionalen Unternehmen entwickelt wurden, wie zum Beispiel Messen, Konstruieren, Testen oder Programmieren. Diese Aktivitäten werden in Form von Unterrichtsstationen durchgeführt und von Lehrern, Unternehmensvertretern und NGO-Mitarbeitern unterstützt. Die pädagogische Methode folgt der Reihenfolge Praxis - Reflexion - BerufsorientierungDie Schüler setzen sich zunächst mit konkreten Problemen auseinander, erhalten dann Input von Fachleuten und reflektieren schließlich gemeinsam über die Relevanz für ihre eigenen Fähigkeiten und mögliche zukünftige Karrierewege. Durch die Verknüpfung von schulischem Lernen mit realen beruflichen Anforderungen bietet das Format Orientierung für Praktika, Lehrstellen und Hochschulbildung. Es stärkt die Problemlösungskompetenz, Teamarbeit und Motivation und macht die Vielfalt der MINT-Berufe sichtbar und erlebbar.

Lernergebnisse

Zusätzliche Lernergebnisse

Schülerinnen und Schüler ermutigen, ihre eigenen MINT-Kompetenzen zu erkennen und weiterzuentwickeln, sich in realistischen Problemsituationen zu erproben, Stärken und Interessen zu reflektieren und Schulwissen mit konkreten regionalen Berufsmöglichkeiten in Studium, Ausbildung oder Beruf zu verbinden.

Umsetzung

Schritt für Schritt

  • Schritt 1: Koordinierung zwischen Schule, NRO (BFB) und Unternehmen - Vereinbarung über Ziele, Zeitrahmen, Sicherheit und Rollen.
  • Schritt 2: Die Unternehmen entwerfen authentische MINT-Aufgaben, stellen Materialien zur Verfügung und stellen Personal oder Auszubildende ein.
  • Schritt 3: Die Lehrer bereiten die Schüler vor, erklären die Ziele, teilen die Gruppen ein und stellen die Verbindung zum Lehrplan sicher.
  • Schritt 4: NRO und Unternehmen richten Stationen ein, prüfen Logistik, Sicherheit und technische Details.
  • Schritt 5: Durchführung im Rotationsverfahren: Gruppen von 5-8 Schülern lösen Aufgaben an 3-4 Stationen, begleitet von Unternehmensvertretern, während die Lehrer moderieren.
  • Schritt 6: Reflexion: Diskussion im Plenum der Klasse über Fähigkeiten, Aufgaben und verwandte Berufe; Verknüpfung der Erfahrungen mit weiteren Berufsoptionen.
  • Schritt 7: Follow-up: Auswertung der Ergebnisse, Feedback von allen Akteuren und Planung einer möglichen Fortsetzung (z. B. Praktika, Besuche).

Beteiligte Berufe

Die MINT-Boxen bringen typische berufliche Tätigkeiten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in den Unterricht. Zu den beteiligten Berufen gehören Ingenieure, CAD/CAM-Spezialisten, Laboranten, Produktionsmitarbeiter, IT-Experten und Auszubildende aus technischen Unternehmen. Sie präsentieren authentische Aufgaben wie Messen, Rechnen, Konstruieren, Testen oder Programmieren, die reale Arbeitsabläufe widerspiegeln.

Der Schwerpunkt liegt nicht auf einzelnen Berufsbezeichnungen, sondern auf bereichsübergreifenden MINT-Kompetenzen, die in vielen Berufen von Bedeutung sind. Durch die Arbeit an praktischen Aufgabenstellungen erfahren die Schüler die Anwendung von Problemlösung, logischem Denken und technischer Kreativität. Unternehmensvertreter und Auszubildende fungieren als Vorbilder, die den Schülern zeigen, wie diese Fähigkeiten in der realen Arbeitswelt benötigt werden, und ihnen Wege für Praktika, Lehrstellen oder weiterführende Studien eröffnen.

Vorbereitung und Nachbereitung

Zur Vorbereitung gehört die frühzeitige Abstimmung mit Schulen, NRO und Unternehmen, um Ziele zu definieren, Haftung und Versicherung zu klären und die MINT-Boxen mit klaren Anweisungen vorzubereiten. Die Lehrkräfte werden informiert und integrieren die Aktivität in ihr jährliches Bildungs- und Berufsorientierungsprogramm. Die Unternehmen bereiten ihre Aufgaben vor und stellen sicher, dass Fachleute oder Auszubildende zur Verfügung stehen, um die Gruppen anzuleiten. Das Klassenzimmer wird in Stationen eingeteilt, wobei alle technischen und sicherheitstechnischen Voraussetzungen im Vorfeld geprüft werden.

Die Nachbereitung besteht aus einer strukturierten Reflexion mit den Schülerinnen und Schülern darüber, was sie gelernt haben, welche Kompetenzen genutzt wurden und welche Berufswege von Interesse sein könnten. Die Lehrkräfte setzen die Diskussion im Rahmen des Lehrplans fort und verknüpfen MINT-Inhalte mit praktischen Beispielen. Feedback wird von Schülern, Lehrern und Unternehmen eingeholt, um das Konzept zu verfeinern. Optionale Maßnahmen wie Unternehmensbesuche, Projekttage oder Praktika werden initiiert, um das Lernen zu vertiefen. Die Einbindung in die jährliche Schulplanung und in regionale MINT-Strategien sichert die langfristige Nachhaltigkeit.

Bewertung

Die Bewertung konzentriert sich auf strukturiertes Feedback von Schülern, Lehrern und Unternehmen. Die Schüler (15-19 Jahre) füllen kurze Umfragen oder Reflexionsbögen über die Relevanz der Aufgaben, die Lerneffekte und den Wert der Berufsorientierung aus. Die Lehrkräfte bewerten die Integration in den Unterricht, den Grad der Herausforderung und die Motivation. Die Unternehmen bewerten die Klarheit ihrer Aufgaben und die Interaktion mit den Schülern. Die Beobachtung während der Stationsarbeit erfasst das Engagement, die Teamarbeit und das Lösen von Problemen. Die Rückmeldungen zeigen, ob die Aufgaben die Entscheidungsfindung für ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein Studium unterstützen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und genutzt, um die Materialien zu verfeinern, den Zeitplan anzupassen und die Verbindungen zwischen Schule und regionalen Unternehmen zu stärken.

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